21.07.1915: Einmal muss der Frieden kommen

Zwei Feldpostkarten mit gleichem Motiv, möglicher Weise Fotografien, beide vom 21.07.1915 von Franz‘ Schwager Karl Engelhardt. Karte 1 an Franz Mack. Karte 2 an Franz Bruder Alois Mack:

Lieber Franz!

Zum Zeichen, daß ich Deiner gedenke, sende ich Dir dieses Kärtchen mit dem Wunsche, daß Du auch noch gesund bist, was auch bei mir der Fall ist. Bei unserem letzten Einsatz sind viele von deinem Reg. dabei, die verwundet waren. Bei uns ist hier ziemlich alles ruhig. Doch links und rechts donnert es schwer.

Mit dem Wunsche, daß Dir das Glück noch recht lange hold ist, grüßt Dich herzlich

Dein Schwager Karl

 

Lieber Alois!

Soeben diese Karte erhalten und sende Dir eine davon. Hoffentlich bist Du noch gesund, was auch bei mir der Fall ist. So wollen wir das Beste hoffen, denn an den Frieden darf man noch nicht denken, doch einmal muß er doch kommen. Geht alles doch zu seinem Ende. Nun bin ich bald ein Jahr fort, doch muß man sich trösten mit den vielen, bei uns ist es ziemlich ruhig.

So wünsche ich Dir weiterhin viel Glück bis auf ein Wiedersehen grüßt Dich herzlich

Dein Schwager Karl

Fotografie Erster WeltkriegFeldpostkarte Erster WeltkriegFeldpostkarte Erster Weltkrieg


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 21.07.1915:
„In den Vogesen fanden in der Gegend von Münster hartnäckige Kämpfe statt. Die Franzosen griffen mehrfach unsere Stellung zwischen Lingekopf (nördlich von Münster) und Mühlbach an. Die Angriffe wurden abgeschlagen. An einzelnen Stellen drang der Feind in unsere Stellungen ein und mußte in erbittertem Nahkampf hinausgeworfen werden.“
(Quelle: www.stahlgewitter.com/15_07_21.htm)

Feldpostkarte(n) gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

Enkel von Franz Mack. Studierter Historiker, ausgebildeter Journalist, Blogger und Autor. Dreht Filme als dervideograf.de.

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