Schlacht bei Arras

In Franz Macks Militärpass ist für die Zeit vom 02.05. bis 08.05.1917 handschriftlich schwer lesbar vermerkt: “Frühlingsschlacht a. Arras“. Anfang Mai 1917 wurden Franz Macks “21er” in die Gegend von Douai verlegt, etwa 10 Kilometer westlich vom nordfranzösischen Arras.

Reber zieht in den Erinnerungsblättern des Regiments folgende Bilanz der vorangegangenen Zeit:

Wir hatten in der Stellung bei Fromelles 98 Mann an Toten verloren (…) Die Verwundeten (…) hatten eine weit höhere Zahl erreicht.

Nun zieht das 21. Infanterieregment also in die Arrasschlacht, die laut Reber seit dem 09. April wütete und wird in die Frontlinie “LensMéricourtAchevilleFresnoyOppyGavrelleChérisy-Fontane” eingegliedert.

Schnell wird klar, dass die “21er” helfen sollen, den “in einen Trümmerhaufen verwandelten” Ort Fresnoy(-en-Gohelle) zurückzuerobern. Für Franz ist die neue Stellung und der damit verbundene Auftrag gleichzeitig seine letzte Station im Krieg, denn am 08.05. erhält er eine schwere Verwundung, die ihn bis nach Kriegsende ans Bett fesselt.

Für die deutsche Seite bedeutete die Schlacht bei Arras ein militärische Niederlage, die allerdings keine entscheidende Wende im Kriegsverlauf darstellt. Für die Entente und deren Verbündete, wurde die Arrasschlacht und besonders deren Auftakt, die Schlacht bei Vimy und der dortige Durchbruch durch die deutschen Linien, ein wichtiger Eckpfeiler der eigenen nationalen Identität. Dies gilt im besonderen Maße für Kanada, welches hier erstmals militärisch als geschlossene Nation siegreich in Erscheinung trat.

Feldpostkarte Erster Welzkrieg Lievin
Franz letzte Karte (28.04.1917) vor seiner schweren Verwundung.

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