Beginn der militärischen Ausbildung

An diesem Tag beginnt Franz Macks militärische Grundausbildung im Rekrutendepot II in Fürth. Er kommt als Infanterist zum 1. Ersatzbatallion, 21. Infanterie-Regiment, 4. Kompanie. Die Grundausbildung dauert rund vier Monate bis zum 09.02.1915. In seinem Militärpass wird ihm für diese Zeit „sehr gute“ Führung attestiert.

Franz Mack koloriert
Franz Mack als Rekrut. (Foto nachkoloriert von Doug Banks, colourisehistory.com)

Franz‘ persönliche Erlebnisse während seiner Grundausbildung sind leider nicht überliefert. In Erich Maria Remarques Bestseller „Im Westen nichts Neues“ wird die zermürbende und zum Teil erniedrigende Grundausbildung deutscher Infanteristen zu jener Zeit aber anschaulich beschrieben.

Fritz Jünger, der jüngerer Bruder von Ernst Jünger, dem Autor von „In Stahlgewittern„, berichtet seinem großen Bruder in einem Brief vom 07.08.1916 kurz und knapp über seine Grundausbildung in Hannover, die der von Franz Mack nicht unähnlich gewesen sein dürfte:

Jetzt bin ich seit drei Wochen Soldat. Schießen, Exerzieren, Märsche, Felddienst und Nachtübungen lassen mir kaum eine freie Stunde Zeit. Ich stehe um fünf auf und lege mich um zehn schlafen, mit sehr müden Knochen.

Einziges Überbleibsel von Franz‘ militärischer Ausbildung ist sein Handbuch „Der gute Kamerad. Ein Lern- und Lesebuch für den Dienstunterricht des deutschen Infanteristen“ in seiner Ausgabe für Bayern, welches 1915 in Berlin erschienen ist. In diesem Buch stehen allerlei Verhaltensregeln für Kaserne und Gefecht, aber auch Erklärungen für den Umgang mit dem „Gewehr 98“ oder für das Anlegen von Schützengräben.

Franz‘ Ausgabe des Militärlerhbuchs „Der gute Kamerad“ von 1915.

Enkel von Franz Mack. Studierter Historiker, ausgebildeter Journalist, Blogger und Autor. Dreht Filme als dervideograf.de.