Abmarsch Richtung Westfront

Der Tag, an dem Franz Mack in Richtung Front aufbricht, ist in seinem Militärpass vermerkt.

Vermutlich zieht er an diesem Tag, ähnlich wie auf dem Foto abgebildet, mit seiner Einheit aus seinem Garnisionsstandort Richtung Fürther Bahnhof, vorbei am so genannten “Berolzheimerianum“, einem Volksbildungshaus, gestiftet 1906 vom Fabirkanten Heinrich Berolzheimer, welches im späteren Verlauf des Krieges als Lazarett genutzt wurde und heute die Comödie Fürth beheimatet.

Das Foto (mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Fürth) zeigt einen solchen Marsch der Soldaten von Franz Macks 21. Infanterie-Regiment rund einen Monat zuvor, am 06. Januar 1915. Vom Bahnhof Fürth ging Franz Macks Reise vermutlich über Ansbach, Heilbronn, Karlsruhe, Hagenau und Saargmünd an die französische Front.

© Stadtarchiv Fürth
© Stadtarchiv Fürth

In Rebers Regimentsgeschichte wird der erstmalige Ausmarsch der “21er” ins Feld am 6. August 1914 wie folgt beschrieben:

Helle Begeisterung und unumstößliche Siegeszuversicht flammte in den Herzen der 21er. Erhebend zeigte sich während dieser großen Tage die Verbundenheit der Truppen mit den Einwohnern des Standortes. In Fürth wie in Sulzbach war ein Wetteifer, dem Soldaten Gutes und wieder Gutes zu tun. Vor dem Auszug ins Feld feierliche Verabschiedung der Truppe durch die Vertreter der Bürgerschaft unter Teilnahme der ganzen Bevölkerung, bei Abmarsch tausendfache “Heil- und Sieg”-Rufe, Flaggenwehen, Tücherschwenken, Blumenregen. Bunte Sträuße, von den Kriegern an den Helm, den Waffenrock, den Leibriemen geheftet, webten leuchtende Farben in das Feldgrau der Kolonnen.

Abmarsch ins Feld Reg Gesch mit Text
Abbildung aus den “Erinnerungsblättern” des 21. Infanterie-Regimentes.

Ob Franz und seinen Kameraden auch im Februar 1915 noch derart euphorische Stimmung zum Abschied zuteil wurde, ist unklar, aber nicht unwahrscheinlich.

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