Feldpostkarte Erster Weltkriek Französischer Friedhof

26.06.1916: Schmeckt nach Mehr

Feldpostkarte mit unverortbarem Motiv vom 26.06.1916 an die Eltern:

Liebe Eltern!

Das vom Vater und OK Mitgebrachte* hat heute voll und ganz seinen Bestimmungsort erreicht. Es war sehr gut und schmeckt auffallend nach „Mehr“

Wiederschauen Franz

* Identität von „OK“ unbekannt. Franz bezieht sich vermutlich auf eine Speise, die sein Vater zusammen mit „OK“ bei einer so genannten Hamsterfahrt aufs Land besorgt hat. Der Schwarzhandel mit Lebensmitteln blühte zur damaligen Zeit, da in Städten wie Nürnberg die Lebensmittel kriegsbedingt knapp wurden.

Feldpostkarte Erster WeltkriegFeldpostkarte Erster Weltkrieg


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 26.06.1916:
„Die Kampftätigkeit auf unserer nach Westen gerichteten Front gegenüber der englischen und dem Nordflügel der französischen Armee war, wie an den beiden letzten Tagen, bedeutend. Westlich des „Toten Mannes“ scheiterten nächtliche feindliche Vorstöße im Artillerie- und Maschinengewehrfeuer.“
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_06_26.htm)

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

© Grimme Institut

Livestream Preisverleihung Grimme Online Award auf opaskrieg.de

Livestream zur Preisverleihung des Grimme Online Awards gefällig? Auf opaskrieg.de könnt ihr im unten eingebetteten Player heute ab ca. 19:15 Uhr live in der Kölner Flora verfolgen, welche der 28 nominierten Webangebote mit einer der begehrten Trophäen nach Hause gehen. (EDIT: Damit hier nicht jedes Mal die Platzhalter-Videos des vergangenen Livestreams loslaufen, habe ich nachträglich den Livestream-Link durch ein Youtube-Video der „Promi“-Interviews von der Preisverleihung ersetzt)

Was ist der Grimme Online Award?

Grimme Preis-Franz Mack

Ein neuer „Orden“ für Opa?

Der „GOA“ ist sozusagen das Online-Pendant zum renommierten Grimme Fernsehpreis. Mit dem Grimme Online Award zeichnet das gemeinnützige Grimme-Institut mit Sitz in Marl jährlich herausragende Webangebote von hoher publizistischer Qualität aus.

Wer ist in diesem Jahr nominiert?

Unter den 28 Nominierten befindet sich in diesem Jahr auch opaskrieg.de. Weitere Nominierte sind unter anderem Jan Böhmermann oder Webangebote von NDR, ZEIT ONLINE, ARTE, Neue Züricher Zeitung, FAZ oder Deutschlandradio. Alle 28 Angebote gibt es hier im Überblick.

Wie viele Preise gibt es?

Insgesamt wird es in diesem Jahr bis zu neun Preisträger geben. Acht reguläre Preise innerhalb der vier Kategorien („Information“, „Wissen und Bildung“, „Kultur und Unterhaltung“, „Spezial“) und einen Publikumspreis, für den bis zum 16. Juni im Web abgestimmt werden konnte. opaskrieg.de ist übrigens in der Kategorie „Wissen und Bildung“ nominiert.

Der Grimme Online Award 2008 [Foto: Elya/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)]

Der Grimme Online Award 2008 [Foto: Elya/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)]

Wer entscheidet, welches Angebot einen Preis bekommt?

Neben dem Publikumspreis, für den bis zum 16. Juni demokratisch im Web abgestimmt werden konnte, entscheidet eine aus sechs „Online-Experten“ (O-Ton Grimme-Institut) bestehende Fachjury über die Preisvergabe. Zuvor hat eine aus sieben Personen bestehende Nominierungskommission aus über 1.200 Vorschlägen 28 Nominierte auf Grund dieser Kriterien herausgefiltert.

Immelmanns Todessturz

Heute vor 100 Jahren: Immelmann stürzt ab

Unter all den Postkarten aus Opa Franz‘ Album sind auch einige dabei, die unbeschrieben sind. Diesen Postkarten wird auf OpasKrieg.de etwas weniger Aufmerksamkeit zuteil. Das bedeutet aber nicht, dass diese Karten weniger spannend sind. Im Gegenteil: Die Motive der unbeschriebenen Karten sind oft spektakulärer als das Durchschnittsmotiv von Karten mit handschriftlichen Grüßen. Das „Problem“ der unbeschriebenen Karten ist ganz einfach: Sie lassen sich (über ihre Motive hinaus) schlecht in Kontext setzen. Die Frage, wer sie an wen aus welchem Ort verschickt hat, lässt sich hier nicht klären. Umso schöner ist es, wenn es dann doch gelingt, diese Karten mit Kontext zu versehen. Und genau das möchte ich nun, aus Anlass des 100. Todestages von Fliegerass Max Immelmann, anhand zweier Karten zeigen.

„Adler von Lille“

Die Lieblinge der Propaganda auf Seiten aller kriegsführenden Nationen waren natürlich die „Helden“, oder Soldaten, die sich leicht zu solchen machen ließen. Einen besonderen Platz in der Kriegspropaganda nahmen dabei die Fliegerasse des Ersten Weltkrieges ein. Einer dieser „tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ war der so genannte „Adler von Lille“, Max Immelmann. Kein Wunder also, dass es über ihn und seine Fliegerkameraden eine gewisse Auswahl an Propagandapostkarten gab. Solche Karten finden sich auch in Opas Album wieder, wie dieses Beispiel zeigt:

Doppeldecker

Fokker E.I (Sieger) vs. Royal Aircraft F.E.2b (Besiegter)

Lange Zeit nahm ich an, dass es sich bei dem „Sieger“ um Max Immelmann handele, da dieser mit einer hier abgebildeten Fokker E.I  seine insgesamt 15 Luftsiege errang. Immelmann war übrigens Träger des höchsten Preußischen Ordens, dem Pour Le Mérite und somit natürlich ein Vorzeigesoldat.

Laut Wikipedia-Eintrag über Immelmann schoss dieser am 16.05.1916 (das gleiche Datum wie auf obiger Karte) „westlich von Douai“ ein feindliches Flugzeug ab, was seinen 15. und letzten Luftsieg bedeutete. Es gab also Grund zur Annahme, dass es sich bei dem „Sieger“ der Postkarte tatsächlich um Immelmann handeln könnte.

Heeresbericht bringt Licht ins Dunkel

Allerdings liegt Fournes(-en-Weppes) nicht wirklich „westlich von Douai“, sondern eher nord-östlich. „Kommissar Zufall“ brachte die Aufklärung: Da ich hier bei OpasKrieg.de bekanntlich die jeweiligen Heeresberichte des Tages zu den Postkarten in Kontext stelle und Opa zufällig am 17.06.1916, dem Tag nach dem Abschuss vom Foto oben, eine Postkarte schrieb, fiel mir auch der Heeresbericht des Tages wieder ins Auge. Darin heißt es:

Die Fliegertätigkeit war auf beiden Seiten rege. Oberleutnant Immelmann schoß westlich Douai das 15. feindliche Flugzeug herunter. Ein englisches Flugzeug unterlag im Luftkampf bei Fournes; die Insassen, zwei englische Offiziere, wurden unverwundet gefangen.

Dies bestätigt die Richtigkeit des Wikipedia-Eintrags in Zusammenhang mit Immelmanns Abschuss westlich von Douai. Es widerlegt aber auch meine bisherige These, dass Immelmann der „Sieger“ von der Postkarte war und gibt gleichzeitig Gewissheit, dass es sich bei dem abgeschossenen Flugzeug um eine britische Royal Aircraft F.E.2b handelt, da dieses Flugzeug ein Zweisitzer war.

„Immelmanns Todessturz“

War ich mir bei obiger Postkarte lange (zu Recht) unsicher, ob es sich um Immelmann handelte, so gab es bei folgender Karte aus Opas Album wenig Grund zum Zweifel:

Immelmanns Todessturz

Wrack von Max Immelmanns Fokker.

Sie zeigt die Absturzstelle des „Adlers von Lille“ und eine um das Wrack versammelte Gruppe von Soldaten. Erstaunlich hieran ist lediglich das Datum: Laut Wikipedia stürzte Immelmann am 18.06.1916 ab und nicht wie abgebildet am 19.06.1916. Vermutlich bezieht sich das Datum einfach auf den Moment der Aufnahme, die dann wohl einen Tag nach Immelmanns Absturz gemacht wurde.

Interessanter Weise schweigt sich der Heeresbericht, der sonst nie verlegen um die Schilderung von Immelmanns Heldentaten war, nun zu dessen Tod vollkommen aus. Man hatte wohl Sorge, der Tod einer Propagandaikone könne sich negativ auf die Moral der Truppe auswirken.

Die Leipziger Neuesten Nachrichten berichteten erst zwei Tage später, am 20.06., über Immelmanns Tod:

Wie die „Leipziger Neuesten Nachrichten“ von zuständiger Seite erfahren, stürzte Oberleutnant Immelmann vor einigen Tagen mit seinem Flugzeug ab und erlag seinen Verletzungen.

Soldaten wie Opa Franz erfuhren vom „schönsten Soldatentod“ Immelmanns allerdings wohl erst am 24.06. durch die Liller Kriegszeitung:

Zum Todes Immelmanns

Auszug aus der Liller Kriegszeitung vom 24.06.1916.

In den offiziellen Verlustlisten tauchte Immelmann erst in der Ausgabe vom 22.08.1916 auf.

Was so ein bisschen Kontext doch alles ausmachen kann! 😀

Feldpostgkarte Erster Weltkrieg Ribont-Mühle

11.06.1916: Kein Pfingstwetter

Feldpostkarte mit Motiv aus „Ribont-Mühle“ (gemeint ist sicher Ripont) vom 11.06.1916 an die Eltern:

Liebe Eltern!

Pfingsten kann man nicht direkt sagen. Bei uns jedenfalls nicht. Wir haben schlechtes Wetter.

Auf Wiedersehen

Franz

Feldpostgkarte Erster Weltkrieg Ribont-MühleFeldpostgkarte Erster Weltkrieg Ribont-Mühle


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 11.06.1916:
„Beiderseits der Maas heftige Artilleriekämpfe. Die gestern gemeldete Beute aus den Angriffen östlich des Flusses hat sich noch um drei Geschütze und sieben Maschinengewehre erhöht.
Westlich von Markirch machte eine deutsche Patrouille, die in die französischen Gräben eindrang, einen Offizier und sieben Mann zu Gefangenen.“
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_06_11.htm)

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

Obere Schmiedgasse

Spurensuche in Nürnberg

Lange lange Zeit hat mein Opa Franz in der Rieppelstraße in Nürnberg gewohnt. Meine Oma lebt heute noch dort und für mich ist Nürnberg, die Heimat meines Vaters, meiner Oma und meines Opas, immer mit der Grünanlage am Hasenbuck verbunden, die sich hinter der Rieppelstraße befindet. Für mich lag die Mack-Heimat also immer dort. Und tatsächlich: Auch mein Opa hat dort den Großteil seiner Jahre gewohnt.

3 Umzüge in Nürnberg

Gucken wir jedoch auf die Adresszeilen von Opas Feldpostkarten, dann fällt auf: Die Macks waren nicht immer am Hasenbuck gemeldet. Im Laufe des Ersten Weltkriegs sind sie sogar einmal umgezogen. Die Adresse „Goethestraße 25“ stand bis zu diesem Datum vor 100 Jahren stets auf allen Postkarten, die Opa Franz an seine Eltern und Familie in Nürnberg geschickt hat.

Um die Jahrhundertwende muss die Familie aber in der „Oberen Schmiedgasse“ direkt unterhalb der Kaiserburg und ganz in der Nähe des 1945 zerstörten Wohnhauses von Albrecht Dürer gelebt haben. Zumindest belegt dies der kleine Zeitungsratikel der Nürnberger Nachrichten zu Opas 70. Geburtstag. Wann die Familie dann in die Goethestraße wenige Fußminuten weiter nördlich umgezogen ist, vermag ich nicht zu sagen.

Suche nach den Wohnhäusern

Vor ca. einem Jahr habe ich mich mal auf die Suche gemacht, nach dem Haus in der Goethestraße, in dessen Briefkasten vor 100 Jahren und bis zu diesem Zeitpunkt auf diesem Blog alle Feldpostkarten von Opa Franz geflattert sind. Da Nürnberg durch Weltkrieg Nummer zwei bekanntlich schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, ahnte ich schon, dass die jetzige Nummer 25 wohl wenig mit der Goethestraße 25 meiner Familie von vor 100 Jahren zu tun haben würde. Und so war es dann auch: Die 25 schien von der Bausubstanz vergleichsweise neu zu sein. Das Nachbarhaus links allerdings gab einen Eindruck, wie die 25 zu Opas Zeit ausgesehen haben könnte.

Goethestraße 25

Die Goethestraße heute.

Goethestraße

Straßenschild.



Neue Adresse verwirrt auch Franz

Ab dem 11.06.1916 taucht eine neue Adresse auf den Feldpostkartenrückseiten auf, wenn Franz seinen Eltern in Nürnberg schreibt: Kapellenstraße 7. Lustiger Weise war die neue Anschrift der Macks für Opa Franz ganz offensichtlich auch erst mal gewöhnungsbedürftig, denn auf ebendieser Feldpostkarte schrieb er versehentlich noch Goethestraße 25 und strich es dann zugunsten der neuen Adresse durch.

Ups!

Von meinem Großcousin, den ich letztes Jahr erstmalig in Nürnberg traf, bekam ich dann wie es der Zufall so wollte eine Postkarte aus den 20er Jahren, auf deren Vorderseite die Fotografie eines Hauses zu sehen war. Wie sich schnell herausstellte war das abgebildete Haus das der Macks in der Kapellenstraße 7 und tatsächlich: Das Haus hat auch den Zweiten Weltkrieg überstanden und existiert heute noch in der Form, wie es auf der Karte abgebildet ist!

Kapellenstraße damals

Die Kapellenstraße 7 damals.

Kapellenstraße heute

Die Kapellenstraße 7 heute.


Wie lange die Macks nach dem Ersten Weltkrieg noch in der Kapellenstraße gelebt haben, weiß ich nicht. Ebenso ist mir unklar, ob Franz nachdem er 1917 verletzt heimgekehrt war, noch hier gelebt, oder ob er sich direkt eine eigene Bleibe gesucht hat. Wie auch immer es damals war: Zufällig eine alte Fotografie des Wohnhauses der eigenen Vorfahren in die Finger zu bekommen und dieses Haus dann auch noch im „Originalzustand“ im Stadtbild wiederzufinden, war ganz schön spannend! 🙂

Feldpostkarte Erster Weltkrieg Beobachtungsposten

09.06.1916: Pfingstgrüße

Feldpostkarte mit unverortbarem Motiv vom 09.06.1916 an die Eltern:

Liebe Eltern!

Viele Pfingstgrüße

von Eurem Franz

Feldpostkarte Erster Weltkrieg BeobachtungspostenFeldpostkarte Erster Weltkrieg Beobachtungsposten


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 09.06.1916:
„Unsere Artillerie brachte bei Lihons (südwestlich von Peronne) feindliche Munitionslager zur Entzündung; sie beschoß feindliche Lager und Truppentransporte am Bahnhof Suippes (in der Champagne) und hatte auf dem westlichen Maasufer sichtlich gute Erfolge gegen französische Batterien sowie gegen Infanterie und Lastkraftwagenkolonnen. “
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_06_09.htm)

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

Feldpostkarte Erster Weltkrieg Erlangen

08.06.1916: Deutschlands Stolz

Feldpostkarte/Photographie aus Erlangen vom 08.06.1916 von Franz‘ Kamerad Martin Kellermann (auf dem Foto links, gefallen im August 1918):

Lieber Franz!

Da ich zur Zeit auf Wache bin, gedenke ich so im Stillen Deiner. Vor allem, wie geht es Dir? Hoffentlich noch gut. Diese drei (s. Postkartenfront, C. M.) wirst Du wohl kennen, es ist Deutschlands Stolz

Wünsche Dir zugleich frohe Pfingsten. Doch wollen wir hoffen, die nächsten wieder miteinander feiern zu können, wie es bei uns so üblich war.

Es grüßt Dich herzlich Dein Freund

Martin

Feldpostkarte Erster Weltkrieg ErlangenFeldpostkarte Erster Weltkrieg Erlangen


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 08.06.1916:
„Der Artilleriekampf beiderseits der Maas dauert mit unverminderter Heftigkeit an.“
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_06_08.htm)

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

Feldpostkarte Erster Weltkrieg

26.05.1916: Man hofft das Beste

Feldpostkarte mit unverortbarem Motiv vom 26.05.1916 von Franz‘ Schwager Karl Engelhardt an Franz‘ Mutter Margarethe Mack:

Liebe Mutter!

Danke Dir für Dein Kärtchen mit den Glückwünschen (zu seinem 36. Geburtstag zwei Tage zuvor, C. M.), mögen sie in Erfüllung gehen, man hofft halt wieder das Beste. Ich bin noch gesund und freue mich, dasselbe von Euch zu erfahren. Bei uns gibt es gegenwärtig wenig zu schreiben, doch davon später einmal mehr. Dank für die Grüße von Tante Back, sende ihr ebenfalls wieder welche, so sende ich Dir die herzlichsten Grüße mit dem Wunsch auf ein gesundes Wiedersehen.

Dein Schwiegersohn Karl

Viele Grüße an Vater, Hans, Grete und Lina

Feldpostkarte Erster WeltkriegFeldpostkarte Erster Weltkrieg


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 26.05.1916:
„Links der Maas wurde ein von Turkos ausgeführter Handgranatenangriff westlich der Höhe 304 abgeschlagen.
Auf dem östlichen Maasufer setzten wir die Angriffe erfolgreich fort. Unsere Stellungen westlich des „Steinbruchs“ wurden erweitert, die Thiaumontschlucht überschritten und der Gegner südlich des Forts Douaumont weiter zurückgeworfen. Bei diesen Kämpfen wurden weitere 600 Gefangene gemacht, 12 Maschinengewehre erbeutet. “
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_05_26.htm)

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):

Feldpostkarte Erster Weltkrieg Fürth

23.05.1916: Rekrutenpost vom kleinen Bruder

Feldpostkarte von Hans Mack mit Motiv aus Fürth vom 23.05.1916 an Franz Mack:

Lieber Franz!

Hiermit übersende ich Dir unsere neueste Aufnahme vom Geismannssaal. Hier bin ich jetzt schon 7 Wochen. Andreas muss heute einrücken. Sonst gibt’s nichts Neues, nur dass Hanna Kesemeyer musste fort, wirst du wohl schon wissen.

Gib mal wieder ein Lebenszeichen

Gruß Hans

Feldpostkarte Erster Weltkrieg FürthFeldpostkarte Erster Weltkrieg Fürth


Aus dem deutschen Heeresbericht vom 23.05.1916:
„Links des Flusses nahmen wir südlich des Camardwaldes ein französisches Blockhaus. Feindliche Angriffe östlich der Höhe 304 und am Südhange des „Toten Mannes“ scheiterten. Rechts des Flusses kam es auf der Front nördlich des Gehöftes Thiaumont bis in den Caillettewald zu heftigen Infanteriekämpfen. Im Anschluß an starke Feuervorbereitung drangen die Franzosen in unsere vordersten Stellungen ein. Unsere Gegenstöße warfen sie auf den Flügeln des Angriffsabschnitts wieder zurück. Südlich des Dorfes und südlich der ehemaligen Feste Douaumont, die übrigens fest in unserer Hand blieb, ist der Kampf noch nicht abgeschlossen. Nordwestlich der Feste Vaux wurde ein vorgestern vorübergehend in Feindeshand gefallener Sappenkopf zurückerobert.“
(Quelle: www.stahlgewitter.com/16_05_23.htm)

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Zuschnitt und leichte Farbbearbeitung des Originalfotos.

Feldpostkarte gelesen von Christian Mack (zum Abspielen anklicken):